ja, wir können es auch noch gar nicht wirklich glauben... Seit Freitag Abend sind wir wieder zurück in Heidelberg und wir fühlen uns schon wieder richtig Zuhause angekommen ;)
Da wir unsere Wohnung behalten haben, war die Rückkehr wirklich sanft. Super lieb versorgt von unseren Familien mit Startpaketen (lecker Brot, Aufschnitt, Käse, Schokolade, ...) und einer frisch geputzten Wohnung, haben wir die erste Nacht himmlisch in unserem eigenen Bett geschlafen. Da wir am Samstag noch kein Auto hatten, haben wir unsere Trekkingrucksäcke schnell ausgepackt und sind mit denen zum Supermarkt zum Einkaufen gegangen. Ein bißchen komisch haben einige Leute schon geschaut ;)
Nach einem richtig schönen Familiensonntag, haben wir den Feiertag (Montag) dafür genutzt unsere Kartons wieder aus dem Kellerasyl zu befreien. Manchmal war es ein bißchen wie Ostern und Weihnachten zusammen. Interessant zu beobachten, welche materiellen Sachen man vermisst hat und welche es jetzt auf die Entsorgungsliste geschafft haben.
Das ich jetzt Blog schreiben kann, haben wir der Mädel-WG in unserem Haus zu verdanken, die ihr WLAN mit uns teilen. Bei den Bauarbeiten, die wir in unserer Abwesenheit in unserer Wohnung hatten, haben wohl die Handwerker unsere Telefonleitung angebohrt :/ Der Techniker von der Telekom hat heute morgen nicht gerade Hoffnung ausgestrahlt. Wir sind gespannt, wie lange es dauern wird, bis wir endlich wieder eigenes Festnetztelefon und Internet haben.
Micha arbeitet seid heute wieder und ich mache mich jetzt ganz fleißig auf die Suche.
Die letzten 24 Stunden in Israel und Jordanien waren fast noch die aufregendsten unserer ganzen Reise. Seit 1994 gibt es zwischen Israel und Jordanien einen Friedensvertrag und somit zwei offizielle Grenzübergänge (einer ganz im Norden und einer im Süden). Dann gibt es noch einen dritten Grenzübergang auf der Höhe zwischen Jerusalem und Amman. Da diese Grenze die West Bank mit Jordanien verbindet ist es jedoch keine international anerkannte Grenze, d.h. es können keine Visa für Ausländer ausgestellt werden. Da wir aber schon ein Visum bei der Einreise am Flughafen von Amman gekauft hatten, sollte diese Grenze für uns möglich sein. Es gab eine Beschreibung im Lonely Planet für den Grenzübergang und auch bei der Ausreise von Aqaba nach Eilat wurde uns gesagt "no problem!". In Jerusalem haben uns die Minibusfahrer zur Grenze gewarnt, dass wir evtl. nicht über die Grenze mit unserem Visum kommen. Aber das konnte auch die Masche sein, um einen viel teureren Transport an die Nordgrenze zu verkaufen. Also war unser Motto "no risk, no fun". Und den sollten wir ein paar Stunden später haben. Nach mehreren Kontrollstops, Ausreisegebührbezahlung, Passkontrolle, Warten im Bus zur jordanischen Grenze sind wir irgendwo im Niemandsland gestoppt worden. Ein jordanischer Grenzbeamter kam in den Bus schaute sich unsere Pässe an und meinte wir müssten zurück und über eine der anderen beiden Grenzen nach Jordanien einreisen. Wir mussten also in glühender Mittagshitze aus dem Bus aussteigen, unsere Rucksäcke aus dem Gepäckfach nehmen und auf einer Bank auf den Bus zurück zur israelischen Grenze warten. Wir wissen immer noch nicht wieso, aber wir hatten riesen Glück, dass in unserem Bus ein "Deutsch-Palästinenser", der seit vielen Jahren in Deutschland wohnt und nur noch einen deutschen Paß hat, saß, den sie auch wieder zurückschicken wollten. Er hat dann angefangen mit den Beamten auf arabisch zu verhandeln. Nach einer guten halben Stunde warten und bangen, konnten wir durch seine Bemühungen tatsächlich wieder in einen Bus in die richtige Richtung steigen und hatten ein 50:50 Chance, dass man uns an der jordanischen Grenze durchlässt. Da wir doch irgendwie Glückskinder sind, hat es tatsächlich geklappt. Wir konnten unser Glück gar nicht fassen!
So, jetzt ist erstmal Schluss mit Reiseberichten. Ich hoffe, dass wir es in den nächsten Tagen schaffen ein Resume unserer Weltreise zu schreiben und die Highlightbildern zu posten...
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Ich wäre sehr stark am Fazit interessiert. Plane gerade den zweiten Teil meines Trips!
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